Anwalt für Scheidung

Ist ein Anwalt für Scheidung notwendig?

In Ehesachen besteht keine absolute, sondern nur relative Anwaltspflicht, das heißt man muss nicht unbedingt einen Anwalt für Scheidung bzw. zur Führung des diesbezüglichen Verfahrens bestellen, sondern kann sich auch vor Gericht selbst vertreten. Ein solches Selbstvertreten bedeutet aber auch, dass man schon die Scheidungsklage ohne Mitwirkung eines Rechtsanwaltes bei Gericht einbringen muss. Nicht zulässig ist es hingegen, dass im gegenständlichen Fall jemand anderer als ein Anwalt für Scheidung bzw. das diesbezügliche Verfahren herangezogen wird. So wäre es etwa nicht zulässig, einen befreundeten Juristen als seinen Vertreter namhaft zu machen. Im Rechtsmittelverfahren hingegen, also wenn ein Ehegatte gegen das Scheidungsurteil Berufung erhebt, besteht absolute Anwaltspflicht. Hier müssen die Parteien unbedingt zu ihrer Vertretung Rechtsanwälte beauftragen.

Anwalt für Scheidung, Obsorge- und Aufteilungsverfahren

Neben dem Scheidungsverfahren selbst stellen sich nach Durchführung einer strittigen Scheidung weitere Themen, die im Falle der mangelnden Einigung auf gerichtlichem Wege durchzusetzen sind. So wäre beispielsweise ein Obsorgeverfahren betreffend gemeinsamer Kinder sowie Unterhaltsverfahren im Bereich Kindes- und/oder Ehegattenunterhalt denkbar. Auch die Aufteilung des ehelichen Vermögens und der ehelichen Ersparnisse findet im Zuge eines gerichtlichen Aufteilungsverfahrens statt. Es stellt sich also die Frage, ob die Beauftragung vom Anwalt für Scheidung, Obsorgeverfahren, Unterhaltsverfahren und Aufteilungsverfahren erfolgt. Da all diese Themenkreise ineinander greifen, empfiehlt sich die Beauftragung eines Rechtsvertreters, der all diese Themenkreise gemeinsam abhandelt. Jedenfalls erscheint es aber schwierig, sich als unvertretene Partei in all diesen Gerichtsverfahren selbst zurecht zu finden, auch wenn seitens der Richterschaft Anleitungspflichten für unvertretene Parteien bestehen.

Was verrechnet ein Anwalt für Scheidung im strittigen Verfahren?

Die Frage nach den Kosten des Scheidungsverfahrens lässt sich natürlich nur schwer pauschal beantworten. Im Allgemeinen setzen sich die Kosten eines Rechtsstreits aber aus den Gerichtskosten (Pauschalgebühren), den Kosten des eigenen Anwalt für Scheidung und allfälligen Barauslagen (Zeugengebühren, Sachverständigenkosten etc.) zusammen. Die Höhe der Gerichts- und Anwaltskosten richtet sich grundsätzlich nach dem sogenannten Streitwert, also der Bemessungsgrundlage. Für eine reine Scheidungsklage wird hinsichtlich der Berechnung beim Anwalt für Scheidung ein Streitwert von € 4.360,00 als Bemessungsgrundlage herangezogen. Werden mit der Scheidungsklage aber andere Ehegattensachen verbunden, so kann es hier zu deutlichen Erhöhungen des Streitwertes kommen. Je mehr Leistungen ein Anwalt für Scheidung, Unterhalts- und Aufteilungsverfahren erbringt, umso höher sind die dadurch anfallenden Kosten. Neben der Verrechnung der einzelnen Leistungen nach Rechtsanwaltstarifgesetz besteht auch die Variante der Vereinbarung, dass ein Anwalt für Scheidung eine Verrechnung nach Stundensatz vornimmt, sodass eben erbrachte Leistungen nach dem tatsächlichen Zeitaufwand verrechnet werden.

 


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